Fonds im Fokus

I. Bewährter Ansatz für Anlagen in Schwellenländern Carmignac Portfolio Emerging Patrimoine: Die Erfahrung in Schwellenländer zu investieren

08.05.2017

In den vergangenen Jahren, haben die Schwellenländer ihren rechtmäßigen Platz, als Teil der strategischen Vermögensallokation in den Portfolien der Anleger, zurückerobert. Anleger mit höherer Risikobereitschaft haben ihr Exposure in Aktienfonds aus Schwellenländern erhöht, während sich vorsichtigere Anleger für Anleihenfonds aus Schwellenländern entschieden. Inzwischen steigt aber auch die Zahl der Anleger, die eine umfassendere Option in den Schwellenländern benötigen: Manche Aktienanleger beispielsweise, würden einen vorsichtigeren Ansatz für das Schwellenländeruniversum bevorzugen. Der eine oder andere Anleihenanleger wiederum, würde seine Schwellenländer-Allokation lieber mit ein paar Aktien aufpeppen. Der Carmignac Portfolio Emerging Patrimoine ist auf die Bedürfnisse beider Anlegertypen zugeschnitten.

Die Einzigartigkeit dieses Fonds liegt in seinem differenzierten Ansatz. Denn er bietet nicht nur mittels einer diversifizierten Allokation in Aktien, Anleihen und Währungen ein Exposure in den Schwellenländern, sondern legt zudem besonderen Wert auf aktives Risikomanagement. Der Fonds ist daher gleichermaßen auf Schwellenländer ausgerichtet, diversifiziert und vorsichtig.

In diesem ersten Kapitel möchten wir zunächst das Schwellenländeruniversum und den vom Carmignac Portfolio Emerging Patrimoine verfolgten Anlageansatz genauer beleuchten.

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Kapitel 1: Carmignac Portfolio Emerging Patrimoine x Schwellenländer

Argumente für die Schwellenländer


Die Schwellenländer von heute sind die Industrieländer von morgen.

Die zentrale Frage ist, weshalb Anleger in Betracht ziehen sollten, in Schwellenländer zu investieren. Zunächst einmal sind die Schwellenländer von heute die Industrieländer von morgen. Die Schwellenländer haben inzwischen einen Anteil von knapp 60%1 am weltweiten Bruttoinlandsprodukt (BIP). In den frühen 1990er-Jahren waren es hingegen noch weniger als 20%2. Sie haben sich daher enorm weiterentwickelt – nicht nur in Bezug auf ihren weltweiten Einfluss, sondern auch in puncto Reife. In vielen Ländern des Schwellenländeruniversums wurden tiefgreifende Wirtschaftsstrukturreformen vorgenommen, wodurch eine Verbesserung der Fundamentaldaten (gute Wachstumsaussichten, geringer Verschuldungsgrad und solide Zahlungsbilanzen) erzielt wurde. Und ihr Wachstumspotenzial ist weiterhin beeindruckend.

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Ein weiterer Punkt ist, dass das Schwellenländeruniversum eine wertvolle Anlagealternative zu den Industrieländern darstellt. Obwohl sich die Industrieländer seit der globalen Finanzkrise deutlich erholt haben, sind ihre Schwächen weiterhin offensichtlich. Die bleibende Frage ist, ob Industrieländer in einem Umfeld politischer Unsicherheit, interventionistischer Geldpolitiken und steigender Inflation attraktives Wachstum bieten können.

(1) Prognosen 2016. (2) Daten 2015. Quellen: Internationaler Währungsfonds, Europäische Zentralbank und Weltbank.

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Carmignac – starkes Investmentengagement seit Auflage

Obwohl die makroökonomischen Indikatoren klar für die Schwellenländer sprechen, ist das Universum selbst nicht ganz ohne Risiken. Die Suche nach einer klaren Vorgehensweise zur Generierung von Erträgen kann sehr anstrengend sein und erfordert ein hohes Maß an Erfahrung, insbesondere um attraktive Gelegenheiten ausfindig zu machen und andererseits Fallstricke zu vermeiden. Der Schlüssel zum Erfolg in den Schwellenländern liegt daher auch in der Wahl des richtigen Partners.

Carmignac kann auf über 25 Jahre Erfahrung mit Anlagen in Schwellenländern zurückblicken. Wir investierten bereits zu einer Zeit, als andere noch zögerten. Im Laufe der Jahre haben wir auf diese Weise enge Kontakte zu lokalen Marktexperten aufgebaut. Auch haben wir unseren Anlageprozess perfektioniert, um die vielversprechendsten Gelegenheiten des Schwellenländeruniversums zu nutzen und gleichzeitig damit verbundene Risiken aktiv vorauszusehen, zu erkennen und zu beschränken.

Um diese Ziele zu erreichen, haben wir ein zuverlässiges Schwellenländerteam aus Fondsmanagern und Analysten zusammengestellt, die alle Experten auf ihren jeweiligen Gebieten sind. Die Ideen und gemeinsamen Entscheidungen des Teams werden durch das Managementteam von Carmignac vorangetrieben, insbesondere im Rahmen der täglichen Sitzung des Investment Committee. Durch diese wird sichergestellt, dass jedes Teammitglied über die Entwicklungen in den einzelnen Anlageklassen und geografischen Regionen informiert ist, und so auf alle Marktbedingungen angemessen reagieren sowie die sich in seinem jeweiligen Kompetenzbereich ergebenden Anlagegelegenheiten erkennen kann.


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Ein flexibler und auf Überzeugungen beruhender Ansatz

Unterstützt durch seine auf Überzeugungen beruhende Philosophie ermöglicht uns der Benchmark-unabhängige Ansatz des Carmignac Portfolio Emerging Patrimoine, sowohl in den traditionellen Schwellenländern als auch in den weniger bekannten Frontier-Märkten frei zu investieren, und zwar ohne Einschränkungen in Bezug auf Anlageklassen, geografische Regionen, Sektoren oder Marktkapitalisierungen. Diese Freiheit betrachten wir als eine große Stärke des Fonds und als einen zentralen Faktor seines langfristigen Erfolgs.

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Wir sind stets darauf bedacht, die politischen, sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklungen und Risiken der Länder, Sektoren und Unternehmen, in die wir investieren, zu erfassen. Aus diesem Grunde setzen wir auf eine Kombination aus makroökonomischer und unternehmensspezifischer Analyse. Mithilfe der makroökonomischen Analyse gewinnen wir einen Gesamtüberblick über die – globalen wie lokalen – Trends und Faktoren, durch die die Märkte beeinflusst werden, da hierzu eine Vielzahl von Indikatoren herangezogen wird. Die unternehmensspezifische Analyse hingegen liefert uns umfassende Kenntnisse der Unternehmen; sie beruht auf einer sorgfältigen Analyse der Jahresabschlüsse, auf Meetings mit der Geschäftsführung sowie den weltweit verteilten Kunden und Zulieferern des jeweiligen Unternehmens. Folglich lässt sich sagen, dass das geografische Exposure des Fonds ein getreues Abbild unserer Überzeugungen ist.

Geografisches Exposure des Carmignac Portfolio Emerging Patrimoine – Aktienkomponente

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WUSSTEN SIE SCHON?

Der Begriff „Schwellenländer“ wurde 1981 während einer Anlegerkonferenz in Thailand von Antoine W. Van Agtmael geprägt. Nach Ansicht des damaligen stellvertretenden Direktors der Kapitalmarktabteilung der zur Weltbank gehörenden Internationalen Finanz-Corporation (International Finance Corporation, IFC) wurden die betroffenen Länder durch Begriffe wie „Entwicklungsländer“, „weniger entwickelte Länder“, „unterentwickelte Länder“ und „Dritte Welt“ abgewertet. Zudem klang dies für potenzielle Anleger negativ. Seiner Meinung nach war es Zeit für eine positivere Beschreibung.

Heute versteht wohl jedermann diesen Begriff, aber dennoch ist eine eindeutige und einvernehmliche Definition schwierig. Lange wurde der Status „Schwellenland“ nur durch den Wohlstand festgelegt, der am Bruttonationaleinkommen pro Kopf (BNE) gemessen wurde. Aufgrund des schnellen Wachstums der Volkswirtschaften der Schwellenländer und der steigenden Zahl und Vielfalt der in dieses Segment eingeordneten Länder wird es schwer, an diesem rein statistischen Maß als einzigem Kriterium festzuhalten.

Schwellenländer weisen ein hohes Wachstumspotenzial auf, können jedoch unter wirtschaftlicher und politischer Instabilität leiden und sind für Anleger in der Regel weniger zugänglich. Einige dieser Länder erscheinen zwar relativ fortgeschritten. Dennoch sind ihre Märkte bzw. Kapitalmärkte noch nicht so weit entwickelt, dass man sie mit Industrieländern wie Kanada, Deutschland, Frankreich oder dem Vereinigten Königreich vergleichen könnte.