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Risikocontrolling

Das Risikocontrolling steht im Zentrum des Anlageprozesses und ist unabkömmlich bei der Suche nach Performancequellen. Wir achten besonders darauf Risiken in Verbindung mit unserem Anlageprozess zu identifizieren, analysieren und zu quantifizieren. Das Risikocontrolling ist für die tägliche Überwachung des Risikoprofils der Portfolien veranwortlich.

Ein vom Fondsmanagement unabhängiges Team


 
Das Risikocontrolling ist unmittelbar Christophe Peronin, Deputy Managing Director von Carmignac Gestion, unterstellt und völlig unabhängig vom Fondsmanagement. Er ist zudem Vorsitzender des Risikoausschusses, der wichtigsten Entscheidungsinstanz in Sachen Risikopolitik.

Das derzeit vierköpfige* Team wird von Patrick Temfack geleitet. Er besitzt mehr als 10 Jahre Erfahrung auf diesem Gebiet.


*Seit Ende September 2019 laufen zwei Bewerbungsverfahren, um die Mitgliederzahl des Teams auf sechs zu erhöhen  
 

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Ein Controlling, zwei Ansätze

Im Rahmen seiner Aufgaben stützt sich das Risk Controlling so weit wie möglich auf zwei komplementäre Analyseansätze:

  • ein qualitativer Ansatz, der auf gesundem Menschenverstand, empirischer Beobachtung oder Expertenmeinungen beruht, und

  • ein quantitativer Ansatz, bei dem mathematische Modelle zur Erstellung von Prognosen eingesetzt werden.

Das Risikocontrolling stützt sich außerdem auf Referenztools und -softwarepakete:

  • Compliance-Manager von Bloomberg zur Überwachung von Anlagebeschränkungen

  • MSCI Risk Managers (Riskmetrics) zur Berechnung des Gesamtrisikos und zur Überwachung der Marktrisiken

Was sind die Hauptrisiken und welche Indikatoren werden zu deren Messung herangezogen?


  • Marktrisiko

    Verlustrisiko in Verbindung mit Schwankungen des Marktwerts des Portfolios

    - Aktienrisiko (Aktienexposure)
    - Währungsrisiko (Währungsexposure)
    - Zinsrisiko (Sensitivität gegenüber den Zinskurven)
    - Kreditrisiko (Spread von Emissionen oder Emittenten)
    - Geografisches Risiko (Schwellenländerexposure)
    - Volatilität, Value-at-Risk, Shortfall, Stresstests (mathematische Prognosen)

  • Kreditrisiko

    Das Risiko, dass ein Emittent einen Zahlungsausfall erleidet und Forderungen nicht begleicht

    - Bonitätsrating
    - Höhe der CDS-Spreads und/oder Kursentwicklung (im Fall von börsennotierten Aktien)
    - Art der Strukturierung des Kreditinstruments

  • Kontrahentenrisiko

    Das Risiko, dass eine Gegenpartei ausfällt und ihren Zahlungspflichten nicht nachkommen kann

    - Rechtsform
    - Bonitätsrating
    - Höhe der CDS-Spreads und/oder Kursentwicklung (im Fall von börsennotierten Aktien)
    - Verfolgung der Nachrichten über die Gegenpartei

  • Risiko mangels Übereinstimmung mit der Anlagestrategie

    Risiko der Nichteinhaltung von Anlagebeschränkungen

    - Anzahl der festgestellten Überschreitungen
    - Häufigkeit der festgestellten Überschreitungen
    - Art der Überschreitungen

  • Liquiditätsrisiko

    Risiko, dass es vorübergehend oder völlig unmöglich wird, einen oder mehrere Portfoliowerte zu verkaufen

    - Mindestgröße
    - Höhe der Einflussnahme
    - Prozentanteil der Aktien in Streubesitz
    - Frist für die Liquidation der Vermögenswerte
    - Anzahl und Gewichtung der am wenigsten liquiden Positionen
    - Liquiditätsprofil des Portfolios bei normalen Marktbedingungen und in Stresssituationen

Ein Controlling, drei Arten von Beschränkungen


 

Das Risikocontrolling achtet über den gesamten Tag hinweg auf die Einhaltung der für jeden einzelnen OGA festgelegten Anlagebeschränkungen und liefert den Verwaltungsteams einen ausführlichen Bericht über die Einhaltung dieser Auflagen. Diese Beschränkungen betreffen im Allgemeinen drei Bereiche:

  • Gesetzliche Auflagen :

Diese werden von der Regulierungsbehörde des Landes, in dem der OGA ansässig ist (AMF in Frankreich, CSSF in Luxemburg, ICB in Irland, FCA in Großbritannien), erlassen und gelten für alle Marktakteure im Bereich der Vermögensverwaltung.

  • Satzungsgemäße Beschränkungen :

Dabei handelt es sich um die Beschreibung der Anlagestrategie, d. h. der Anlageregeln, die im Verkaufsprospekt des OGA und/oder in anderen einschlägigen Dokumenten aufgeführt ist.

  • Interne Beschränkungen :

Dabei handelt es sich um interne, vom Risikoausschuss von Carmignac beschlossene Regeln, die zur Senkung von im jeweiligen makroökonomischen Umfeld als hoch erachteten Risiken dienen sollen, auch wenn es gesetzlich sowie satzungsgemäß erlaubt ist, diese einzugehen. Wenn nötig, können diese Regeln nach Ermessen des Risikoausschusses geprüft und angepasst werden.

Risikocontrolling in Echtzeit, Controlling des Controlling


 
Das Risikocontrolling kann in Echtzeit auf die Portfolios des Verwaltungsteams zugreifen. Auf diese Weise kann es schneller und sogar proaktiv reagieren, denn ein Risiko einer Nichtübereinstimmung mit dem Verwaltungsmandat wird sofort erkannt.

Durch ein Eskalationsverfahren, das alle OGA-Manager einzuhalten haben, können solche Nichtübereinstimmungen dem Portfoliomanager unmittelbar mitgeteilt und schnell an die Geschäftsleitung gemeldet werden, falls sie anhalten oder wiederholt auftreten.

Neben dem Verwaltungsteam, das in erster Linie für das Risikomanagement zuständig ist, wird die Risikokontrollfunktion selbst auf drei Ebenen überwacht:  

1. Kontrollebene

  • Das Risikocontrolling überwacht jeden Tag die Einhaltung der Beschränkungen.
  • Das Risikocontrolling führt regelmäßige Prüfungen des Kontrollsystems durch (Parametrierung der Tools und Verfahren).  

2. Kontrollebene

  • Das für Compliance und internes Controlling zuständige Team überwacht die Anwendung des Kontrollsystems der ersten Ebene.  

3. Kontrollebene

  • Das Risikocontrolling und das für Compliance und interne Kontrollen zuständige Team stützen sich außerdem bei der Kontrolle der Anlageregeln auf externe Anbieter, um eine unabhängige Bewertung der Wirksamkeit des Kontrollsystems zu gewährleisten.
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Das Risikomanagement ist integraler Bestandteil des Anlageprozesses


 
Das Risikocontrolling ergänzt die Tätigkeit des Verwaltungsteams bei Fragen zur Übereinstimmung mit der Anlagestrategie.

  • Titelauswahl

    Ein Portfoliomanager, der in bestimmten Titeln anlegen möchte, kann das Risikocontrolling um eine Einschätzung der Auswirkung seiner Entscheidung auf das Risikoprofil seines Portfolios bitten.

  • Risikomanagement

    Das Risikocontrolling führt mithilfe seiner Monitoring-Tools eine erneute Prüfung der Entwicklung des tatsächlichen Risikoprofils des Portfolios durch, um festzustellen, ob es sich mit dem im Verkaufsprospekt beschriebenen Ziel-Risikoprofil deckt.

  • Anlageentscheidung

    Der Portfoliomanager trifft seine Anlageentscheidung in Kenntnis der Empfehlungen des Risikokontrollteams.

  • Risikokontrolle

    Das Risikocontrolling prüft jeden Tag, ob in Bezug auf das Portfolio die gesetzlichen, satzungsgemäßen und internen Beschränkungen eingehalten werden.

Risikoausschuss


 
Der Risikoausschuss hat die Aufgabe, für jedes Portfolio die Risiken in Verbindung mit dem Anlageprozess zu analysieren. Die wichtigsten Risikoindikatoren und die Positionen, die besondere Aufmerksamkeit erfordern, werden jeden Monat geprüft.

Der Ausschuss untersucht außerdem alle Anträge auf neue Produkte und gibt dazu eine positive oder negative Stellungnahme ab.

Nach der Sitzung dieses Ausschusses erhalten alle Mitglieder des Verwaltungsteams und des Anlageausschusses einen Bericht mit Empfehlungen.  
 
Der Risikoausschuss besteht aus zehn ständigen Mitgliedern, wobei der Vorsitz von Christophe Peronin, Deputy Managing Director Carmignac Gestion, geführt wird. Folgende Personen wohnen den Sitzungen bei:

  • Eric Helderlé, Managing Director Carmignac Gestion Luxembourg
  • Maxime Carmignac, Managing Director Carmignac UK
  • Patrick Temfack, Head of Risk Management
  • Cyril de Girardier, Chief Financial Officer Group, Conducting Officer Carmignac Gestion Luxembourg
  • Jacqueline Mondoni, Internal Audit
  • Guillaume Edery, Product Manager
  • Tatiana Khorina, Head of Compliance
  • Guillaume Huteau, Front Office Risk Manager
  • Julien Chéron, Analyst

Die Teams der anwesenden Teamleiter (Risk Control, Compliance, Front-Office Risk Management) nehmen ebenfalls daran teil und stellen insbesondere die durchgeführten Analysen vor. Wenn das Thema ihre Anwesenheit erfordert, können außerdem ein oder mehrere Mitglieder des Verwaltungsteams dazu eingeladen werden.